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Wir über uns

 

In unserer Stadt Überlingen, in der die alemannische Fasnacht lebendig und tief verwurzelt ist, hat auch die Frauenfasnet eine lange Tradition. Zeugnis dafür gibt folgender Artikel im "Seebote" aus dem Jahr 1905:

 

Es wäre ungalant von uns, (und den Vorwurf möchten wir uns doch nicht gern machen lassen,) wenn wir nicht auch einer nun schon seit 5 Jahren sich an Fastnacht wiederholenden Veranstaltung gedenken würden, nämlich des "Damenkaffees". So versammelten sich auch gestern wieder in Birkenmayers vorderem Wirtsraume 52 hiesige Damen, um in zwangloser humorvoller Weise dem Prinzen Karneval zu huldigen. Humoristische Vorträge und Gesänge brachten bald die ächte Fastnachtsstimmung in die Versammlung, und als ganz besonderen Vorzug dieses Kaffees möchten wir hervorheben, daß er aus allen Kreisen besucht wird, ohne Rang- oder Standesunterschied: im Karneval sind alle gleich. Wir wünschen, daß dieses schöne Einvernehmen wachsen, blühen und gedeihen möge.

SEEBOTE, 05. März 1905

 

Es blieb lange Jahre bei einer kleinen Gruppe Überlinger Frauen, die zunächst privat in ihren Stuben zusammenkam und in fröhlicher Kaffeerunde Fasnet feierte. Das Interesse an dieser Veranstaltung wuchs von Jahr zu Jahr, sodass bald der private Rahmen gesprengt wurde und die Zusammenkunft in ein Lokal verlegt werden musste.

Bild Frauenkaffee

 

 

 

30 Jahre lang hielt Elisabeth Krezdorn die Fäden in der Hand und stand mit ihrem unnachahmlichen Mutterwitz und ihrer echten Narrenseele in der Funktion des Conferenciers auf der Bühne.

 

 

Es erforderte Mut und großes Engagement, sich als Erbin dieser großen Aufgabe zur Verfügung zu stellen.

Anne Mandausch ging das Wagnis ein.

1994 - 2018 setzte sie mit ihrem eigenen Stil, der von Charme und Perfektion geprägt ist, neue Akzente.

Im Laufe dieser langen Zeit haben sich auf der närrischen Bühne eine Anzahl fester „Typen“ etabliert.

Bild Floetemeyer

 

 

Fast 50 Jahre verkörperte Elisabeth Krezdorn d'Agathe vom Hohloch, die Rathausputzfrau.

Beim Frauenkaffee 2014 wurde sie in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

 

 

 

32 Jahre lang trieben das Freundespaar Karle und Fridolin (Ruth Müller und Rita Rockenstein) auf der Bühne des Närrischen Frauenkaffee ihr besonderes Unwesen.      

Im Närrischen Frauenkaffee 2002 wurden Karle und Fridolin  verabschiedet und in den Narren-Rentnerstand befördert.

 

Eine besondere Note brachten Frau Maria Kibele aus Kogenbach (Anne Mandausch) mit ihrem Ehemann Joseff (Edeltraud Moser) auf die Bühne.

Sie äußert ihre kritischen Ansichten und Anmerkungen in unnachahmlicher Art und Weise und sorgt so mit ihrem Joseff und seinem "Jawoll, Maria" für beste fasnachtliche Unterhaltung.

Beim Frauenkaffee 2018 verabschiedete sich das Ehepaar Kibele in den Ruhestand.

Kaum wegzudenken ist auch das "Hohlochstückle".

Originale, die schon viele Jahre in dieser Gruppe bestes Schauspieltalent präsentieren sind z.B. die Veve (Maria Kaufmann), Hermine (Andrea Frey) oder der Baptist (Anne Krezdorn)

Seit dem Frauenkaffee 2013 ist Beate Braun federführend dafür verantwortlich.

 

Eine Mitspielerin, die die Schauspielkunst mit Sicherheit in die Wiege gelegt bekommen hat, das ist Marga Lenski.

Seit vielen Jahren schreibt sie ihre eigenen, originellen Stücke, die meist „Familiendramen“ beinhalten.

 

 

 

In den vergangenen Jahren hat Heidrun Dett viele, meist von Themen rund um die Stadtpolitik geprägte  Stückle geschrieben und gespielt.

 

 

 

In ihrer Originalität nicht zu übertreffen ist Elke Wigger als Frau Maier-Bödefeld.

Ob im Alleinauftritt oder in der Gruppe.

Eine Perle in den Reihen des Närrischen Frauenkaffees.

 

 

Seit dem Frauenkaffe 2013 präsentieren   Natascha Kramar-Sauer und Michaela Zscherp zusammen mit Doro Mittelmeier   ein Stückle das mit einem neuen Stil den Frauenkaffee bereichert.

 

Zur Vielseitigkeit des Programms tragen nicht zuletzt die Tänze bei.

Viele Jahre zeichnete Doro Mittelmeier als Choreographin und Leiterin der Tanzgruppe verantwortlich.

Im Jahr 2013 trat Ute Schröder in ihre Fußstapfen.

Unter der Leitung von Susanne Madlener und Elisabeth Moser bildet die Damenkapelle "Cellolitis" das I-Tüpfelchen auf dem Närrischen Frauenkaffee.

Nicht nur während der Aufführung, sondern auch noch im Anschluss daran sorgen Sie bei den Zuschauerinnen und den Akteurinnen für die richtige närrische Stimmung.

Wunderschöne Kulissen ergänzen das Szenarium auf der Bühne.

Mit künstlerischer Hand und großem Einsatz entstehen sie jedes Jahr durch Fridolin Mandausch.

Aus seiner „Werkstatt“ stammt sowohl unser Logo mit dem fasnächtlich behüteten Münsterturm, als auch die Frauenkaffee-Fahne und der Button

Beim Auf- und Abbau steht "Kulissen-ihm alljährlich sein treuer, umsichtiger Helfer Karl-Hermann Munding zur Seite.

 

Mit immer guter Laune und großer Tüchtigkeit sind hinter der Bühne Klara Myrzcik, Günter Pfoser, Karl Rauschke und

Hans-Peter Müller alljährlich im Einsatz.

Heiko Grebing und seine Assistentin Gerti Herr sorgen für beste Tonqualität - ein Segen für den Frauenkaffe!

 

 

 

 

Heiko Grebing sorgt mit seiner Assistentin Gerti Herr für beste Tonqualität!

Die große Leistung der Organisation des Kartenverkaufs und die Regelung der Finanzen lag jahrelang in den bewährten Händen von Elisabeth Schmied.

Heute erledigen diese umfangreiche und verantwortungsvolle Aufgabe Gabi Regenscheit

und Magda Beising. 

Die Aktiven sind von Martini (11.11.) an in ihrem Denken und Sinnen auf die fünfte Jahreszeit eingestellt und planen das alljährliche Programm mit großer Kreativität, Zeitaufwand und Engagement.

Zum unverwechselbaren Flair des Närrischen Frauenkaffees gehört der Fasnethuet, er ist so wichtig wie die Eintrittskarte.

Dieser Hut sollte originell geschmückt, aber trotzdem klein gehalten sein, damit die Sicht zur Bühne nicht gestört wird.

 

Und nach dem Ende von den Veranstaltungen, da geht Frau noch lange nicht heim....

Da findet der Frauenkaffee in der Wirtschaft den gemütlichen Ausklang.....

„s’isch näene so luschdig, s’isch näne so schä....